Rotel Reiseblog

Rotel Reiseleiterin Resi rollt weiter …

von Resi Leitner

Freunde der gerollten Unterwäsche!

Ja, da könnt ihr gucken, genau wie ich damals, als ich fasziniert und überaus erstaunt einer meiner Damen aus der Reisegruppe beim Kofferpacken auf die Finger und in den Koffer starrte: der Inhalt ihres Koffers sah aus wie eine Ansammlung von Gebetsmühlen, eine schöne Symmetrie bunter, unterschiedlich großer, allesamt sehr regelmäßiger Rollen! Sie habe es in England gelernt, als sie dort als junges Mädchen ein Aupair-Jahr machte, dies sei die Kofferpack-Technik englischer Butler! Es gelte immer gleich einige Shirts oder einige Hemden schön glatt aufeinander zu legen, um sie dann mit Entschlossenheit und Akribie zu einer möglichst gleichmäßigen Rolle aufzuwickeln. Beherrsche man die Technik, gibt es im Koffer dann die Unterhosenrolle, die T-Shirts-Rolle, die Handtuchrolle, ja selbst eine Sockenrolle und man wickle nur immer den 3-Tages-Bedarf ab. Zur großen Perfektion im akuraten Wickeln habe ich es zwar nie gebracht, doch seither rolle ich auch, so gut es halt geht, im Wickel-Freestyle quasi. Das passt doch irgendwie zum rollenden Hotel!

Ja, das Pack-Verhalten der Reisegäste ist genauso unterschiedlich wie ihre Essensvorlieben, ihr Schlafverhalten und ihr Bewegungsdrang. Gar nicht so weit verbreitet, wie sich eigentlich vermuten ließe, ist das Modell „Kofferdeckel auf-stopf rein-Deckel zu“. Hingegen ist es aber zentrales Anliegen und stete Sorge vieler Gäste, die Kontrolle über das Geschehen im Koffer zu bewahren, quasi den Überblick im Überflug. Ach, ihr Lieben, ihr wisst doch, dass es auch hierfür – wie für fast alle Rotel-Lebenslagen – die klugen Sprüche der Reiseleiter gibt: „Glücklich, wer da ewig findet und sich nicht mit Suchen schindet!“ oder „das Genie beherrscht das Chaos“ oder „das Haus, äh Rotel, verliert nix!“ Dies zum Trost, zur Aufmunterung und zur Förderung der Motivation.

Apropos Motivation, ich verabschiede mich hiermit offiziell von meinen Plänen, vor der nächsten Reise noch den Dachboden aufzuräumen, zu kalt, zu dunkel, zu wenig  Motivation !! Kennt ihr das auch, dass man vor einer Reise auf einmal den Impuls hat, noch all die Sachen zu erledigen, die ansonsten völlig ungeniert und geduldig der Erledigung harren wie Gardinen waschen, besagter Dachboden (Schuppen, Garage) ebenso der Korb mit Flick-und Bügelwäsche?

Nun denn, das Leben ist ein großes Abenteuer und eine der Lektionen heißt „Loslassen und Entspannen“ und deshalb hör ich jetzt mal auf zu plaudern (eben nicht aus dem Nähkästchen) und mach mir einen Tee. Und beim nächsten Mal erzähle ich Euch, was zum Thema „gutes Schuhwerk“.

Euere Resi

Schuhe von Resi

Schuhe von Resi

 

 

2 KommentareHinterlassen Sie einen Kommentar

  • So perfekt bin ich nicht, aber ich rolle auch meine Wanderhosen und viele meiner T-Shirts. Allerdings jedes T-Shirt für sich. Früher habe ich meine Hosen längs in den Koffer gelegt und wenn ich eine Hose von unter herausgeholt habe, gab es darüber Durcheinander. Jetzt liegt jede Hose hübsch gerollt nebeneinander und läßt sich einfach entnehmen ohne Chaos zu veursachen. Probierts mal.

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