Rotel Reiseblog

Meine Rotel Reise in den Osten von USA und Kanada

Die Neue Welt, die Ostküste der USA und Kanadas, hatte für mich schon immer einen ganz besonderen Reiz. So viel hat man schon über diesen Teil Nordamerikas gehört und in Filmen gesehen. Man stellt sich darunter weite Landschaften mit großen Flüssen und Seen, Ahornwälder, malerische Städtchen aber auch modernste Zivilisation mit Metropolen und Großstädten vor. Gerade dieser Gegensatz macht die Reise so spannend und vielseitig.

Ich bin Michael, 20 Jahre alt, und habe mir spontan und kurzfristig den letzten freien Sitzplatz im Rotel-Kombi der 2-wöchigen 87a-Reise reserviert. Der Gedanke allein zu Reisen, kostete mich anfangs natürlich Überwindung, doch im Nachhinein betrachtet war das überhaupt kein Thema.

Reise Nummer 87a, „Der Osten von USA und Kanada“, startete also am 1. August, anders als im normalen Programm ausgeschrieben, in umgekehrter Richtung  in Toronto. Die Reiseroute führte uns über die kanadischen Städte Ottawa, Montreal und Québec und dann nach Süden über die US-Grenze, durch die Neuengland Staaten, an der Atlantikküste entlang nach New York, Philadelphia und schließlich nach Washington D.C., wo es am 15. August 2017 zurück nach Deutschland ging. Der Rotel-Bus war mit 24 Reisegästen und 2 Besatzungsmitgliedern, unserer Reiseleiterin und unserem Fahrer besetzt.

 

Die Reisehighlights

 

Schon der Hinflug war ein echtes Erlebnis. Wir hatten eine klare Sicht über Grönland, einen weiten Blick Richtung Norden in die Eiswüste, mit Gletschern die ins Meer münden. So etwas habe ich natürlich noch nie zuvor gesehen.

In Toronto angekommen sind wir direkt zum Campingplatz gefahren. Schnell wurde ich Teil des Aufbauteams, das das Rotel jeden Tag am Campingplatz auf- und abgebaut hat.

Die erste Nacht war noch etwas ungewohnt in meiner Koje und am ersten Morgen mussten wir alle anschieben, weil sich der Rotelbus wegen des Regens der letzten Tage etwas festgefahren hatte. Das war aber eigentlich ganz lustig.

Erster großer Höhepunkt der Reise waren die berühmten Niagarafälle. Einige von uns unternahmen eine Bootsfahrt ganz nah an die Fälle heran. In der Nacht wurden die Fälle von riesigen Scheinwerfern bunt angestrahlt und darüber wurde ein Feuerwerk gezündet, anlässlich des 150sten Jubiläum der Gründung Kanadas.

In der kanadischen Hauptstadt Ottawa konnten wir um 10.00 Uhr das nach englischem Vorbild klassische Zeremoniell des Wachwechsels vor dem Parlament erleben. Die Soldaten tragen hier, so wie in London auch, die hohen schwarzen Bärenfellmützen.

In der Innenstadt von Montreal fand ein riesiges Triathlon Event statt. Wir als Fußgänger und Touristen mussten einige Male über die Radstrecke der Triathleten laufen um durch die Stadt zu kommen.

Québec fand ich besonders schön: die kleinen Gassen, das Villenviertel, der Feinkostmarkt … und überall spricht man französisch.

In Neuengland USA besuchten wir die traditionsreichen Universitäten Harvard und Yale. Den Fuß der Bronzefigur von John Harvard zu berühren soll den Studenten bei den Prüfungen Glück bringen. Ich habe das auch gemacht – hoffentlich hält die Wirkung noch bis zu den ersten Klausuren in Deutschland an.

Der Freedom-Trail, eine markierte Linie durch die Innenstadt von Boston, führt zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt. Man kann nichts verpassen.

New York – für mich das absolute Highlight: Museum of Modern Art, Eintauchen in das Getümmel am Time Square, 2 Stunden auf dem Empire State Building, Blick auf Manhattan vom Schiff aus – alles unbeschreiblich schön und unvergesslich.

Zum Abschluss besuchten wir das Machtzentrum der USA – Washington D.C. Auch hier steht man vor vielen berühmten Sehenswürdigkeiten, wie dem Weißen Haus, dem Kapitol, dem Lincoln Memorial oder dem Grab von John F. Kennedy.

 

Die Rotelianer

 

Recht schnell wurde ich, so könnte man sagen, ein Teil einer Familie. Die ganzen zwei Wochen verbrachte ich meine Freizeit mit Manfred und Michaela und ihren beiden Töchtern Steffi und Kathi. Besonders zusammen mit Nick und seiner netten Oma aus Franken, die neben mir saßen, hatten wir viel Spaß.

Viele scheinbar kleine gemeinsame Erlebnisse mit den Mitreisenden machen die Reise für mich unvergesslich: nach einem schönen Tag am Campingplatz Steaks zum Abendessen grillen und mit kühlem (etwas wässrigem) Dosenbier anstoßen; Poutine, eine kanadisches Kultgericht probieren; um ein Lagerfeuer sitzen; lange Gespräche mit netten Leuten, die man erst kennengelernt hat, führen; über unsere Unordnung auf dem Gang im Rotel lachen …
Ich finde, dass es gerade solche Erlebnisse sind, die eine Reise besonders machen und sie, abgesehen von den vorgegebenen Eckdaten, zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Und solche Erlebnisse und Begebenheiten gab es einige.

Das Fahrer-Reiseleiter Duo bewies mit uns oft echte Nervenstärke. Unsere Reiseleiterin Birgit gab für die Gruppe ihr Bestes. Sie verriet uns Insidertipps  für die freie Zeit in den Städten oder zeigte uns das klassische Marshmallow-Rösten am Lagerfeuer. Lange Fahrten wurden von ihr mit interessanten Vorträgen über Land und Leute gestaltet. Unser Fahrer Klaus überzeugte mit seinen hervorragenden Fahr- und Kochkünsten und brachte uns mit seinem niederbayerischen Humor oft zum Lachen.

 

Tipps und was mir sonst noch aufgefallen ist

 

Ersten Kontakt mit Mitreisenden hatte ich tatsächlich schon am Gate am Münchener Flughafen. An dem roten Rotel Tours Adressanhänger an meinem Rucksack hatten mich Mitreisende als Rotelgast erkannt. Also bringt solche Anhänger und Aufkleber von Rotel auch am Handgepäck an, damit man schon am Flughafen ins Gespräch kommt.

Vermeidet es Abkürzungen durch efeuartige Sträucher auf den Campingplätzen zu machen und auch sonst. Es könnte sich um Gift-Sumach handeln, der bei Kontakt unangenehme Entzündungen verursacht. Das ist mir und einigen Mitreisenden leider passiert.

Mückenspray nicht vergessen, besonders nicht in den feuchten Regionen Kanadas kann es im August viele geben.

KOA steht für Qualität auf Camping-Plätzen in Nordamerika, auch meist für anständiges WiFi.

Apple-Geräte sind in den USA  günstiger als in Europa.

Das Wetter war im August meist sehr gut, manchmal aber doch sehr kalt am Morgen und sehr heiß am Nachmittag. Es empfiehlt sich möglichst vielseitig und flexibel zu packen.

Viele Kanadier und Amerikaner sind sehr interessiert am Rotelbus und an Deutschland allgemein. Man kommt schnell ins Gespräch mit vielen netten Leuten.

 

Mein Fazit

 

Rotel kann also besonders auch für jüngere Alleinreisende eine Top-Erfahrung sein. Unglaublich, aber ich fühlte mich nach zwei Wochen vollständig in die Gruppe integriert, wie in einer Großfamilie. Jung und Älter ergänzten sich hervorragend.
Eine gelungene Reise steht und fällt natürlich mit der Harmonie innerhalb der ganzen Gruppe. Ich hoffe, dass ich noch oft so viel Glück haben werde, und Teil einer so rücksichtsvollen und humorvollen Reisegesellschaft sein kann.
Als ich von der Reise zurückkam und zu Hause davon erzählte, wusste ich gar nicht, wo ich beginnen sollte bei so vielen neuen Eindrücken und Bekanntschaften. Man braucht etwas Zeit, um alles verarbeiten zu können.

Ich freue mich schon auf die nächste Rotel Reise!

Fotos von Nick und Michael
Text von Michael
 
            

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